17. März 2014 • Kategorie: Business Intelligence • Von: Kirsten Winterfeld

Mobile Business Intelligence - Trend und Herausforderung


Ständige Erreichbarkeit ist durch Smartphones und Tablets bereits Realität geworden. In Zeiten der Heimarbeit, mobilen Arbeiternehmer und des ständigen Termin- und Zeitdrucks, ist dies aus der modernen Geschäftswelt nicht mehr weg zu denken. Entscheidungsträger sind immer öfter auf den Abruf wichtiger Informationen „on the go“ angewiesen. Mobile BI-Applikationen sollen den Remote-Zugriff auf Daten von mobilen Endgeräten aus ermöglichen. Mobile BI (Business Intelligence) wird als ein großer Trend 2014 in der BI-Branche gesehen.
Dabei sind diese Systeme nicht nur für die Management Ebene interessant. Für alle Mitarbeiter, die Zugang zu internen Daten benötigen um Geschäftsprozesse zu steuern, kann diese Technik von Nutzen sein. Auf der Unternehmensseite erhofft man sich dabei eine schnellere Entscheidungsfindung durch die Entscheidungsträger und Produktivitätssteigerungen der mobile workforce. Gerade kritische Situationen, die einer schnellen Reaktion bedürfen, erfordern einen hohen Informationsgrad, welcher durch den mobilen Zugang abgedeckt werden kann.
Das Feld birgt ein erhebliches Potential, jedoch müssen einige Firmen und deren Mitarbeiter noch von den Vorteilen überzeugt werden. Dies liegt auch daran, dass die Technik nicht vollständig ausgereift ist. Große BI-Firmen tun sich mitunter schwer in der Entwicklung geeigneter Applikationen. Einige Diskussionspunkte betreffen das was abgerufen werden soll, wie es zur Verfügung gestellt wird und welche Geräte genutzt werden.

Was - Um das Marktpotential richtig zu nutzen, ist es für Hersteller wichtig, die Erwartungen der Unternehmen hinsichtlich einer mobilen BI-Lösung zu kennen. Es kann lediglich ein Informationsforum bereitgestellt werden, oder die Möglichkeit ad-hoc Analysen zu erstellen. Gegebenenfalls ist es sogar sinnvoll, die gesamte Breite des stationären BI-Systems mobil zugänglich zu machen.
Die BI-Suites von Jedox und IBM Cognos TM1 bieten bereits mobile Applikationen in ihren Systemen an. Diese liefern eine gute Übersicht, über die Möglichkeiten, die mobile BI zum Teil schon bietet. In der mobilen Lösung von Jedox sind viele der Funktionen enthalten, die auch bei der computer-basierten Anwendung vorhanden sind, wie zum Beispiel Analyse- und Planungsfunktionen, Write-back und Splashing. Weitere Anwendungen beinhalten:

  •   Dynamische Verbindungen aller Fenster, Tabellen und Graphen
  •   Designer (dem Modeller ähnlich)
  •   Map Funktionen (interaktive Landkarte)
  •   HTML Container, der den Zugriff auf Webseiten ermöglicht


IBM bietet in Verbindung mit seiner Cognos TM1 Suite unter anderem die folgenden mobilen Funktionen an:

  •   Direkte Verbindung und Interaktion mit Server
  •   Zugriff von verschiedenen Geräten aus (Installation notwendig)
  •   Planung, Analyse und Dateneingabe
  •   Write-back Funktion

Wie - Es gibt verschiedene Möglichkeiten, Usern den Zugriff auf die Daten zu ermöglichen. Dies kann über spezielle Middleware oder direkt über Konnektoren zum System erfolgen. Für die Nutzer der mobilen Systeme ist allerdings entscheidender, welche Art von Applikationen verwendet werden. Da HTML5 Applikationen in der Benutzerfreundlichkeit und Funktionalität noch hinter den nativen Apps (i.e. konventionelle Applikationen, wie sie zur Zeit für Apple und Android zur Verfügung stehen) zurück bleiben, wird auf diese Lösung nicht oft zurückgegriffen. Jedoch bieten sie den entscheidenden Vorteil, dass sie geräteunabhängig verwendet werden können (i.e. unabhängig von Apple oder Android).  Dennoch finden native Apps häufiger Anwendung, da die Navigation mit ihnen anwenderfreundlicher und intuitiver ist. Anstelle von nativen Apps wird teilweise auch auf rein web-basierte Apps zurückgegriffen. Des Weiteren gibt es hybrid-Lösungen, welcher neben einer Applikation auch einen HTML5-Container für den Web-Zugriff beinhalten.   

Welche Geräte - Generell werden Anwendungen sowohl auf Tablets, als auch auf Smartphones unterstützt. Interessanter ist allerdings die Frage nach der Autorisierung der Geräte. Zum einen müssen verschiedene Zugriffsrechte zeitnah abgebildet werden können, bspw. bei einer Beförderung. Zum anderen sollte auf die Sicherheitsbedenken vieler Unternehmen eingegangen werden. Bedenken bestehen hinsichtlich eines möglichen Verlustes der Übersicht über freigeschaltete Geräte und damit einhergehend auch hinsichtlich eines möglichen Kontrollverlustes. Insbesondere wenn Devices verloren gehen oder gestohlen werden, muss deren Zugang zeitnah gestoppt werden. Generell kann mobiler Zugriff auf ein System immer zu Sicherheitslücken führen, insbesondere wenn eine Offline Funktion verfügbar ist. Sogenannte Mobile Device Management (MDM) Systeme können Abhilfe schaffen. Verschiedene Freigabelevels mit Benutzernamen- und Passwort-Gebrauch können Missbrauch verhindern und tragen dazu bei, dass sich Unternehmen sicherer im Umgang mit mobile BI fühlen.

Auf Defizite in den Systemen der Marktführer, haben bereits kleinere Firmen reagiert und spezialisierte mobile BI-Lösungen entwickelt. Diese können oftmals als Ergänzung zum etablierten System erworben werden und bieten ausgereifte Solutions an.
Mobile BI ist ein Trend, der die Zukunft von BI bestimmen wird. Sowohl kleine als auch große Firmen haben die Relevanz mobiler Applikationen erkannt und werden weiter an der technischen Raffinesse der Systeme arbeiten.

Sie interessieren sich für mobiles Business Intelligence im Bereich Reporting, Planung und/oder Analyse? Wir beraten Sie gerne hinsichtlich bestehender Lösungen.

References:

www.computerwoche.de/a/mobile-bi-in-der-arbeitswelt,1235870
www.computerwoche.de/a/allzeit-gescheit-geschaeftswissen-wird-mobil,1235892
www.informationweek.com/software/information-management/5-big-business-intelligence-trends-for-2014/d/d-id/1113468
www.dataversity.net/2014-trends-business-intelligence/
www.jedox.com/de/demos-und-videos/jedox-videos.html


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